Rote Karten sind im Fußball allgemein bekannt. Nun werden sie der Stadt gezeigt.

 

Wir wollen nicht, dass das Bürgerspitalareal zur jahrelang ungenutzten und unansehnlichen Lücke und mit Bauzaun abgesperrt im Stadtbild wird, wie einst das Forum in der Bahnhofstraße,“ begründet Achim Hüttner, Vorsitzender der IG Menschengerechten Stadt, die Aktion “Rote Karte“.

 

Deshalb wurden am Samstag, dort wo Relikte einer keltischen Besiedlung gefunden wurden, zwei Tonreliefs, gestaltet von Achim Hüttner und Heini Hohl an der Stelle der keltischen Ausgrabungen rote Karten aufgestellt, Am Bauzaun angebrachte Plakate informieren über die Situation.

 

Viele Städte und Gemeinden haben die Klimazeichen der Zeit erkannt und versuchen verstärkt, grüne Oasen im Stadtzentrum zu schaffen . Wann, wenn nicht jetzt, bietet sich auch in Amberg die Gelegenheit dazu? Deshalb zeigt die IG Menschengerechte Stadt den hiesigen Verantwortlichen die Rote Karte und erteilt dem Investor Platzverweis. Sein geplantes monströses Bauwerk trägt ausschließlich zur

weiteren Flächenversiegelung bei.

 

Das Areal ist noch immer Eigentum der Stadt.

Damit hat sie auch die Verpflichtung, es zu pflegen und nicht zum wilden Autoparkplatz verkommen zu lassen. Jetzt, da die Außenarbeiten an der Wirtschaftsschule so gut wie beendet sind, könnte mit relativ geringem Aufwand eine Grünanlage auf dem Spitalgelände entstehen (siehe Fotomontage). Nicht zu- letzt als Ausgleichsfläche für den zugepflasterten und zugeschotterten Schulhof nebenan.

 

Das einstmals von König Ludwig dem Bayern gestiftete Areal wäre für die Bürgerinnen und Bürgern frei zugänglich – zumindest vorübergehend, bis der Stadtrat sich auf eine umwelt- und bürgerfreundlichere Variante verständigt hat.