Beitragsseiten

  

1.Name des Projektes *

„Amberger Kunstkasten“

2. In einem Satz: Worum geht es in Ihrem Projekt?

Im „Amberger Kunstkasten“, einem restaurierten Zigarettenautomaten, stecken kleine Kunstwerke. Er soll Interesse am lokalen Kunstschaffen wecken und eine Attraktion in der historischen Altstadt sein.

3. Bitte stellen Sie der Jury Ihr Projekt nun ausführlicher vor: Wann und warum ist es entstanden? Was machen Sie konkret? (Bitte erklären Sie Ihr Projekt möglichst anschaulich, beschreiben Sie typische Aktivitäten/Veranstaltungen und was Sie bereits umgesetzt haben).

Das Projekt ist im Herbst 2021 entstanden. Es steht im Zusammenhang mit dem Einsatz der IG Menschengerechte Stadt e.V., die sich seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Belebung und positive Entwicklung der Amberger Altstadt einsetzt. Bereits vor zehn Jahren ist es gelungen, die Schiffgasse an der Vils vom Autoverkehr freizuhalten. Dort hängt jetzt der Automat an der Wand des ehemaligen Stadtarchivs. Gleich ums Eck liegt das Stadtmuseum mit der städtischen Galerie „Alte Feuerwache. Inzwischen siedelt sich auch immer mehr Gastronomie am Fluss an: Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht – in direkter Nachbarschaft zum Luftmuseum – „Das Bootshaus“, ein Hotel mit Außengastronomie.

Mit dem Kunstkasten wollen wir einen weiteren Beitrag hin zur Entwicklung der Schiffgasse Richtung Kunstquartier leisten. Der schöne Platz am früheren Hafen der Stadt bietet sich dazu an.

4. Inwiefern ist Ihr Projekt ein gutes Beispiel für die Gesellschaft? Was bewirkt es? *

Das Projekt bereichert unsere liebenswerte, fast tausendjährige Altstadt um einen Anziehungspunkt für an Kunst interessierte und schafft auch neues Interesse für künstlerisches Schaffen. Das belegt die überwältigende Akzeptanz des Kunstkastens. Zudem zeigen die Kunstschaffenden große Solidarität: Dank ihrer ehrenamtlichen Mitarbeit können wir schon jetzt regelmäßig eine nicht unerhebliche Summe karitativen Einrichtungen spenden. Im Gegenzug haben die Künstlerinnen und Künstler mit dem Automaten eine Möglichkeit Ihr Schaffen bekannt zu machen; denn in jeder Schachtel liegt ein „Beipackzettel“ mit Informationen über sie samt den Kontaktdaten.

Wir sehen darin eine ideale Kombination von Stadtentwicklung, kulturellen Leistungen, Förderung künstlerischer Arbeit und sozialem Engagement.

5. Wie ist Ihr Projekt organisiert? (Ehrenamt, Verein, Start-up etc.) Wie viele Personen engagieren sich bzw. arbeiten mit?

Das Projekt hat der Künstler Achim Hüttner ins Leben gerufen, der es auch ehrenamtlich betreut. Getragen wird es gemeinsam von der IG Menschengerechte Stadt e.V. und dem A.K.T. Kunstverein Amberg e.V.. Es beteiligen sich momentan mehr als ein Dutzend regionaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken. Inzwischen wurde Kontakt zu Gymnasien und Kunsthochschulen (Nürnberg und München) aufgenommen, so dass sich die Zahl der Teilnehmenden sukzessive vergrößern wird.

6. Beschreiben Sie bitte Ihr Geschäftsmodell. Wie finanziert sich das Projekt? Wird es finanziell gefördert? Wozu verwenden Sie die Einnahmen?

Der A.K.T. Kunstverein Amberg und die IG Menschengerechte Stadt haben die Anschaffung des Automaten finanziert, ebenso die Schachteln und Banderolen. Weitere Kosten fallen nicht an, weil alle Beteiligten ehrenamtlich tätig sind. Die Einnahmen aus dem Verkauf – 5 Euro pro Schachtel – werden gespendet. Schon in den ersten zwei Monaten wurden 1.500 Euro erlöst, die an das Nino Kinderhaus e.V. und die Palliativ Kinderkrebsstation Amberg gingen.

7. Inwiefern beeinflusst die Corona-Pandemie Ihre Arbeit? *

Die Corona-Pandemie hat kaum Einfluss.

8.Was sind Ihre Projektziele für die kommenden Jahre?

Zum einen wollen wir das Kunstangebot ständig erweitern. Zum anderen legen wir einen Pool gemeinnütziger Einrichtungen an, denen regelmäßig Einnahmen aus dem Automaten gespendet werden. Langfristig geht es auch darum, den Platz an der Schiffgasse zu einem lebendigen Künstlerquartier zu entwickeln, womöglich mit einem Treffpunkt – z.B. Galerie oder Café – „Am Kunstkasten“ in den derzeit nicht genutzten Räumen des alten Stadtarchivs.

9. Falls Sie bei "Gutes Beispiel" ein Preisgeld gewinnen: Wofür möchten Sie das Geld verwenden? *

Das Preisgeld würden wir – passend zu unserem Konzept – je zur Hälfte spenden und für Aktionen der IG Menschengerechte Stadt und des A.K.T. Kunstvereins verwenden.