Konzept-Studie der OTH Regensburg

 

Frauenkirche AmbergSieben eigenständige Kirchenbauten gibt es in der Amberger Altstadt. Die Franziskanerkirche St. Bernardin wurde nach der Säkularisation zum Theater umgewandelt, heute eines der bezauberndsten Kleintheater Deutschlands. Vier Gotteshäuser sind weiterhin in kirchlicher Nutzung – St. Martin, St. Georg, Schulkirche und Paulanerkirche. Zwei Kirchen sind ungenutzt: die 2016 profanierte Spitalkirche und die Frauenkirche aus dem späten 14. Jahrhundert auf dem Platz der ehemaligen Synagoge. Seit Jahrzehnten steht sie nun schon leer und hochgradig renovierungsbedürftig da. Nur Notsicherungen verhindern ihren Verfall. Im Jahr 2018 verursachte sie einiges an Presserummel, als der Pfarrer von St. Martin, Thomas Helm, sich in der Süddeutschen Zeitung öffentlich Gedanken zu einer angemessenen Nutzung machte.

Das gleiche Ziel verfolgte eine Gruppe von Studierenden aus dem Bachelorstudiengang Architektur an der Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg. "Umgenutzt statt ungenutzt" war der Titel einer Studie, die sie am 1. und 2. Juli 2021 in einer rege besuchten Ausstellung in der Frauenkirche der interessierten Öffentlichkeit vorstellten. Im Rahmen des Seminarthemas "Bauen im Bestand" hatten sie zur Baugeschichte der Frauenkirche, ihren städtebaulichen Kontext und planungsrechtlichen Grundlagen recherchiert, um über eine fundierte Bestandsanalyse zum konkreten Vorschlag einer Umnutzung zu kommen. Kern des vorgestellten Konzeptes ist eine kombinierte Nutzung durch Veranstaltungen, Arbeitsplätze und Gastronomie. Besonders interessant sind auch die Ergebnisse einer Umfrage, die die Studierenden unter Amberger Bürgerinnen und Bürgern zu deren Vorstellungen zur Frauenkirche durchführten.

Die Studie ist auf unserer Website dokumentiert und kann hier heruntergeladen werden (PDF, 20 MB):
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