Beitragsseiten

 

Die IG Menschengerechte Stadt wird gerne als „Verhinderungs“-Verein tituliert. Aber sind heute nicht viele froh, dass der Maltesergarten eine Augenweide ist und dort kein Parkhochhaus steht? Und ja: in diesem speziellen Fall wollen wir die geplante Bebauung des Bürgerspitalgeländes samt Tiefgarage à la Ten Brinke verhindern. Deshalb zeigen wir hier auch bewusst die visualisierte Form von der Bahnhofstraße aus nicht. Sie ist unrealistisch und peinlich. Peinlich vor allem für das Architekturbüro, das die Örtlichkeiten und das charakteristische Altstadtbild Ambergs völlig ignoriert und mit einem martialischen 0815/Bauklotz punkten will. Eine Blamage auch für den hiesigen Stadtrat, der sich hat blenden lassen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

  Auch so könnte der Bebauungsplan fürs Bürgerspitalgelände aussehen.
  Die Blickachse Bahnhof-/Kasernstraße bliebe erhalten.


Gibt es Alternativen? Ja natürlich. Nur ein Beispiel, wie es mit Durchblick und Grünflächen statt Flächenversiegelung gehen kann. Die kubistische Darstellung vermittelt einen Eindruck davon, dass weniger manchmal mehr ist: Zwei- und dreigeschossige Wohnhäuser, altstadtgerecht gegliedert, durch die Anordnung und großzügigen Grünflächen, von Kieswegen durchzogen, bliebe die Blickachse Bahnhof-/Kasernstraße erhalten. Anschließend an den Eckert-Bau sind kleine Läden vorstellbar. 

 

      p2   

 

p3     Gut vorstellbar, wie eine lockere Bebauung auf dem Bürgerspitalgelände
     aussehen könnte. Angelehnt an den historischen Altstadtcharakter böte sie
     Platz für Wohnen und kleine Dienstleistungsbetriebe – ohne eine totale
     Flächenversiegelung

 

 

 

 

 


Und weil es Menschen braucht, keine Autos, die eine Stadt beleben, könnte das Bürgerspitalareal eine Anlage für betreutes Wohnen werden. Der ideale Ausgangspunkt für eine Stadtbummel oder kleinen Ausflug mit der Bahn.


Wie gesagt, das ist nur eine Alternative von mehreren. Denkbar ist auch die Einbeziehung der Ausgrabungen in eine Parkanlage oder ein Erweiterungsbau des Luftmuseums mit Anschluss ans Ring-Theater als Kulturzentrum. Beides wäre ein Gewinn für Amberg – für die Bewohnerinnen ebenso wie für Touristen.
al/Abb.: © mgs