It’s Showtime

Zu gleich zwei Aktionskreisen hintereinander hatte der Stadtmarketingverein am 16. und 17. Mai eingeladen. Wie schon beim ersten Treffen zu Kunst und Kultur in Amberg ging es um die Stadt und wie sie sich und das, was sie ausmacht, besser präsentieren kann. Themen diesmal: die historische Altstadt und das Luftmuseum.

Immerhin: Unter den rund 40 Interessierten zum Thema „Historische Altstadt“ im „Schießl“ war die IG Menschengerechte Stadt gut vertreten und brachte Vorschläge ein. Hauseigentümer sollten Künstlerinnen und Künstlern Angebote machen, in Schaufenstern der Leerstände ihre Werke auszustellen, in der Schiffgasse könnte ein Getränkeausschank eingerichtet werden, es sollten mehr begrünte Freiflächen angelegt und die Radwege besser ausgebaut werden. Aber auch konkrete Forderungen wie weniger Autoverkehr in der Innenstadt oder das Zurückdrängen auswärtiger Investorentätigkeiten wurden notiert.
Die Auswertung schließlich brachte es an den Tag: Die meisten Stimmen vereinigte der – ebenfalls von Vereinsmitgliedern eingebrachte – Vorschlag einer fahrerlosen Elektrobuslinie zwischen Bahnhof und Malteserplatz. Gefolgt allerdings vom Wunsch einiger anwesenden Kaufleute nach modernen Bauten in der Altstadt.
Gar nicht unähnlich waren die Ideen, das Luftmuseum noch mehr in Szene zu setzen. „Luftkunst“ noch erlebbarer machen – neben der Luftnacht, die lediglich alle zwei Jahre ausgerichtet wird. Das Luftmuseum als Alleinstellungsmerkmal müsse seine „Strahlkraft“ insbesondere auch nach außen richten, in jedem Fall aber von den Ambergerinnen und Amberg mitgetragen werden, hieß es in diesem Aktionskreis. Die Ideen reichten von einer Nebelbrücke, einem Drachensteigewettbewerb, einem Luftkongress über Windmaschinen in der Stadt und einem Luftskulpturenweg im Stadtgraben bis hin zu Themenzimmern (mit Luftbetten) in Hotels oder Hoovercraftfahrten und einer Luftbar an der Vils.
Letztlich erhielt der Vorschlag, Häuser mit Ballons oder Luftflaggen zu schmücken, die meisten Stimmen, gefolgt von der Idee eines Luftspielplatzes, dem Erweiterungsbau in Form eines Edelstahleis für Ausstellungen des Luftmuserums auf dem Bürgerspitalareal, einem Luftkongress und einem Luftbus, der – ähnlich dem Elektrobus – durch die Altstadt fahren könnte.
Wie die jeweiligen Vorschläge tatsächlich über den Stadtmarketingverein realisiert werden können, sollen weitere Treffen der Aktionskreise zeigen.