Frühstück am Paradeplatz 

 

Bis zu fünf Mal umrunden Autofahrer den Paradeplatz, um einen Parkplatz zu ergattern. Warum fahren sie nicht in die nahegelegene Ziegeltor-Tiefgarage und nutzen die eingesparte Zeit für einen kleinen Spaziergang zum Markt oder sonstwohin in der Altstadt? Das Frühstück am Paradeplatz am 27. September, initiiert von der IG Menschengerechten Stadt, zeigte deutlich, welch ein Gewinn es für die Ambergerinnen und Amberger sein könnte, wenn dort „Park“-Plätze eingerichtet würden und nur noch Parkplätze für Anwohnerinnen und Anwohner zulässig wären. Vor allem würden diese ihre Autos sicher nicht mit dem Auspuff zum Gehweg oder den Häusern abstellen.
Also, liebe Leute: Setzt Euch vor die Häuser! Holt Euch die Straße zurück!

Hier könnt ihr den Artikel in der Amberger Zeitung lesen:

 


Die Straße gehört allen

In Amberg gilt noch immer die Macht des Stärkeren, in diesem Fall des Autoverkehrs. Dabei wäre es höchste Zeit, die gesamte Altstadt zur verkehrsberuhigten Zone zu erklären – frei für Anwohnerinnen, Behinderte, Liefer- und Abholverkehr. Alle anderen aber müssten die vielen freien Parkplätze in den umliegenden Tiefgaragen nutzen. Und sie könnten dabei Zeit sparen. Viel Zeit, die bislang in die Parkplatzsuche investiert wird. Die Parkplatz-Besetzungsaktion der IG Menschengerechten Stadt am 12. August zielte darauf ab, den Menschen in der Stadt mehr Platz zu verschaffen. Sie war klein, aber fein.

Bitte, nehmen Sie (sich den) Platz! Stühle, Tische, Pflanzen auf der Straße – all das zog die Blicke der Passantinnen und Passanten in der Herrnstraße auf sich. Die Schlangestehenden beim Bärenbrot-Bäcker wurden zu Schaulustigen. Durch den Sonnenschirm auf dem Leiterwagen, einer Staffelei mit Bild und einer Büste ließen sich selbst Autofahrende kurzfristig von ihrem Hauptproblem, der Parkplatzsuche, ablenken.


Zwei Parkplätze verwandelten sich für zwei Stunden in „Park“-Plätze. Und da es viele gesellige Menschen in der Oberpfalz gibt, fand die Aktion viel Zustimmung. Ein Flugblatt informierte darüber. „Mehr Grün – weniger Blech“ in der Altstadt und damit weniger Lärm und Staub, mehr kühlendes Grün und Platz, sich zu treffen und kurz zu unterhalten, sich einfach in der Stadt aufzuhalten. Und das, ohne wegen jedem Auto auf die Seite springen zu müssen.
Die IG setzt die Aktion in unregelmäßigen Abständen fort und freut sich über Nachahmerinnen und Mitmacher.

Text: Gabriela Schill

Auch in der Amberger Zeitung ist ein Bericht zu der Aktion zu finden:

https://www.onetz.de/oberpfalz/amberg/amberger-parken-protest-topfpflanzen-altstadt-parkplaetzen-id4302240.html